Signale auf dem Prüfstand
Teil 2
Es geht weiter!
Vorab - wenn du den Newsletter Nr. 1 verpasst hast, in dem die Quartals-Challenge begonnen hat, hier kannst du ihn dir nochmal anschauen:
Newsletter Nr. 1-2026
Und hier kommt nochmal der Link zur: Signal-Liste
Erinnere Dich -
Das Fundament der Klarheit entscheidet jeden Tag:
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ob dein Hund dich wirklich versteht
- ob Signale klar oder eher „Pi mal Daumen“ sind
- ob dein Hund zögert, nachfragt oder nur rät, was du meinst
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und ob Training sich leicht anfühlt oder als würdest du dauerhaft auf der Stelle treten
Du hattest jetzt genug Zeit, um alle Signale aufzuschreiben, die du deinem Hund gibst.
Jetzt gehen wir an die Kreise auf der rechten Seite - die Einteilung deiner Signale in vier Kategorien:
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Signal (Kommando) - ein Signal ist ein ernst gemeinter Auftrag an deinen Hund, den er ausführen soll. Ein gegebenes Signal muss durchgesetzt werden. Es gibt eine Konsequenz*, wenn der Auftrag nicht ausgeführt wird.
Beispiel: Signal “Sitz”. Wenn sich der Hund nicht setzt, muss ich das Signal durchsetzen und ihn ins “Sitz” bringen. Kennt der Hund das Signal eindeutig und entscheidet, es nicht auszuführen, sollte ich eine Konsequenz folgen lassen - *mit Ausnahme bestimmter Kriterien, dazu später mehr.
- Sub-Signal (Sub) - das Sub-Signal ist eine Aufforderung, etwas zu tun. Hier ist weniger Druck im Spiel. Der Hund darf diese Aufforderung selbst wieder auflösen.
Beispiel: Sub-Signal “Leg dich mal hin”, weil der Hund die ganze Zeit herum trippelt. Der Hund legt sich kurzfristig ab, steht aber nach einiger Zeit selbstständig wieder auf. Hier muss keine Konsequenz erfolgen. Du darfst deinen Hund aber durchaus mit dem Sub nerven, bis er doch reagiert.
Dennoch - ein Sub sollte ich nur anwenden, wenn es vom Hund nicht zwingend ausgeführt werden muss.
- Trick - der Trick wird rein positiv aufgebaut, hier geht es um Beschäftigung oder Spiel. Es gibt keine negativen Konsequenzen, wenn der Hund ihn nicht ausführt.
Beispiel: Trick “Gib Pfötchen” - hier arbeite ich rein positiv an der Ausführung und die einzige Konsequenz, wenn der Hund nicht mitmacht ist - es gibt keine Belohnung. Ein Trick ist grundsätzlich keine zwingend notwendige Handlung.
- Bitte - eine Bitte ist ein Signal oder Sub-Signal, das du nicht durchsetzen kannst und dich darauf verlassen musst, dass dein Hund deiner Bitte auch nachkommt.
Beispiel: Bitte “Hierher”, wenn der Hund abgeleint ist und sich außerhalb meiner Reichweite befindet. Ich kann nur dann ein Signal durchsetzen, wenn ich den Hund körperlich dazu bewegen kann. Also muss ich darauf vertrauen können, dass der Hund meine Bitte gern und freudig ausführt.
Jetzt geh bitte zu deinen Signal-Listen zurück und kreuze ganz ehrlich an, in welche Kategorie die jeweiligen Signale fallen.
Schummeln bringt weder dir noch deinem Hund etwas...
Solltest du unsicher sein, kannst du mir gern eine Email unter claudia@signal-hund.de schreiben und wir klären deine Fragen.
Bald geht es weiter mit Teil 3 - was machen wir denn jetzt mit diesen Signalen und warum ist das so wichtig?